Sugar Cane Club Hotel&Spa

4 Sterne
2013-05-18 tobias.stockinger

Wählt man auf Barbados das Sugar Cane Club Hotel als Domizil, ist das eine bewusste Entscheidung gegen die Strände, die üblicherweise die Gäste anlocken. Denn das Sugar Cane liegt als echter Rückzugsort inmitten üppiger Natur, auf einer Erhebung im Norden der Insel, wo ursprünglich eine Zuckerrohr-Plantage war. Weit entfernt von Toursimushektik genießt man hier idyllische Abgeschiedenheit und Ruhe und den fabelhaften Blick hinunter zum Meer. Entschleunigung im grünen Paradies könnte das Motto heißen. Und deshalb sind auch Kinder unter 14 nicht erlaubt.

Vom Flughafen aus zu erreichen ist das feine Boutique-Hotel im St. Peter’s Parish in etwa einer Stunde, entlang dem befahrenen engen Highway 1, eine der Hauptadern der Insel. Dort nimmt einen dann die 30 Hektar Natur gefangen, in der die zweistöckigen Trakte erbaut sind. Von hier aus kann man eine geführte Wanderung durch eine dicht mit mächtigen Bäumen bewachsene Schlucht machen, die ebenfalls mit zum Anwesen gehört. Aber nicht jetzt, jetzt genieße ich erst das Zimmer mit der Holzveranda, wo mich – wie man mir erzählt – morgens die green monkeys wecken sollen. Da bin ich ja schon mal gespannt.

Cocktails am Pool

Nach einem Rum-Punch gehe ich wieder hinauf zum hübschen Pool, der sich direkt entlang des Restaurants erstreckt, wo man auf Wunsch all inclusive speist. Ich allerdings nicht, ich bevorzuge das kleine Restaurant weiter unten im Gelände, denn dort wird echte Bajan-Küche serviert und die Atmosphäre ist deutlich lockerer. Ganz mein Fall. Kleinigkeiten zubereiten kann man im Übrigen auch in der zimmereigenen Kitchenette – aber wer will das schon, schließlich ist Urlaub! Außerdem hätte ich keine Ahnung wie ich das Nationalgericht Flying Fish Sandwich zubereiten sollte. Denn das wird auf der Veranda des Chattel, ein typisches Barbados-Holzhaus, geboten, dazu ein kühles Banks-Bier, ebenfalls local, wie auch viele der Gäste, die aus der Umgebung kommen. Das gibt’s am Strand nicht.

Geheimtipp: Spa-Treatment

Beliebt ist das Sugar Cane auch bzw. vor allem wegen der Spa-Treatments. Spa-Managerin Barbara und ihre Mädchen kümmern sich auf ganz persönliche Weise um die Kunden, das weiß selbst die Chefin eines ebenfalls bekannten Spa der Insel zu genießen, berichtet Barbara voll Stolz. Ich mache mir selbst ein Bild davon und entscheide mich für Barbados Rumba, eine Ganzkörpermassage mit Einsatz von gewärmten ätherischen Ölen, auch wen die Qual der Wahl verschiedener Anwendungen groß ist. Aber morgen ist ja auch noch ein Tag… Da gäbe es dann noch Sea Current, Massage mit Seetangextrakt, Green Monkey Express, wenn man’s eilig hat. Oder wenn man’s ganz nötig hat, eine vierhändige Massage mit zwei Therapeuten gleichzeitig. Berühmt sind auch die hydrotherapeutischen Bäder, nicht umsonst ist der Spa des Sugar Cane unter den Spas der Karibik von Tripadvisor ganz weit nach oben gelobt worden. Für den Herrn gibt es zusätzlich spezielle Angebote, ganz auf die männliche Haut abgestimmte Treatments, eine Massage, die Schlammpackung und Meersalz-Peeling beinhaltet.

Wellness in üppiger Natur

Nach den Anwendungen lässt es sich vortrefflich im kleinen Spa-Pool und auf den Liegen inmitten üppigem Grün. Ich aber kehre zurück auf meine Veranda, um von dort aus die Natur zu genießen. Zudem habe ich dort freien WLan-Zugang (wie im Übrigen auf allen der 42 Zimmer und überall im Hotel). Die Zimmer befinden sich in zweistöckigen Bauten, die sich auf verschiedenen Ebenen des Anwesens befinden. Zu wählen gibt es Garden oder Ocean View, was im Grunde einerlei ist, da man ohnehin weit vom Meeresgeschehen entfernt ist und der Blick in den Garten genauso reizvoll ist. Die Zimmer sind unterteilt in einen Schlaf- und einen Aufenthaltsbereich neben der Küche, im Grunde sind die Zimmer also kleine Junior-Suiten. Auch die Bäder sind, wenngleich nicht groß, doch zumindest sehr elegant eingerichtet und mit allem Nötigen ausgestattet.

Strand-Shuttle inclusive

Und noch weitere Extras hat das Club-Hotel neben dem Spa-Bereich zu bieten: ein Fitness-Center mit Geräten auf neustem Stand, eine Squash-Halle und Mountain Bikes. Gerne in Anspruch genommen wird der ebenfalls kostenlose Shuttle zu den drei nächstgelegenen Stränden, darunter Speightstown und Mullins. Von dort aus gehen auch die complimentary Turtletour. Vom Boot aus die Meeresschildkröten zu beobachten ist ein Erlebnis, das man keinesfalls versäumen sollte.

Fazit

Wer fernab des Trubels relaxen will, ist in diesem sympathischen und „adults only“ Resort-Hotel inmitten eines „Garten Eden“ genau richtig.

Freizeit

Ausflugziele in nächster Umgebung sind die Strände von Speightstown und Mullins. Doch auch der Norden hat etwas zu bieten: am North Point zeigt die Insel ihr raues Gesicht, an Steilklippen weht der Wind und die Wellen peitschen gegen das zerklüftete Gestein. Gut zu erreichen ist auch die Rumfabrik von St. Nicholas, ein Herrenhaus, das zu den beliebtesten Fotomotiven zählt. Unbedingt empfehlenswert sind auch die Führungen durch die „hauseigene“ Schlucht, die erahnen lässt, wie dicht Barbados vor den Zuckerrohr-Ära bewachsen war.

Anreise

Die Condor fliegt in 9 bis 10 Stunden direkt von Frankfurt nach Barbados (via Tobago/Trinidad), einmal wöchentlich im Sommer, zweimal wöchentlich im Winter.

Sugar Cane Club Hotel&Spa

Maynard Road
26011 Speightstown
Barbados, Karibik

Tel: +1 246 422 5026
Fax: +1 246 422 5022


Kategorie
4 Sterne

Preise:

  • DZ
    ab 250,- €
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Beitrag: Thomas Winzker; Fotos: Susanne Wess