Six Senses Laamu

2013-05-13 tobias.stockinger

Die Malediven zählen spätestens seit den 80er Jahren zu den Traumzielen von Verliebten, Honeymoonern wie auch Reisenden, die sich als Taucher und Schnorchler von der grandiosen Korallenunterwasserwunderwelt faszinieren lassen. Seit 2011 hat Six Senses Resorts&Spas ein neues Traumziel erschlossen: 150km vom Äquator und 40 Flugminuten südlich von der Hauptstadt Malé entfernt, auf der kleinen Insel Olhuveli im Laamu-Atoll, eine Insel von insgesamt 1200.

Zugegeben, nach langem Emirates-Flug über Dubai mit Umsteigen in Malé in eine Propellermaschine, erreichen wir einigermaßen erschöpft den Regionalflughafen Kadhdoo im Laamu-Atoll, wenngleich die Insel-Juwelen, die wir während des Fluges unter uns im türkisschimmernden Meer erspähen, bereits Großartiges verhießen. (Reise pauschal buchbar über www.gernreisen.de)

Speedboat ins Paradies

Richtig entspannt wird es gleich, als wir auf dem Speedboat, das uns zum Resort übersetzt, mit frisch geschlagenem Kokosnussdrink empfangen werden, und der Aufforderung, unsere Schuhe in einen Baumwollbeutel zu stopfen: Barfuss ist angesagt auf der Insel, Tag und Nacht, Korallensand und blankpolieren Holzstegen, auch in den Restaurants. Wunderbar.

Nachhaltig gebaut

Als nach 15 Minuten das kleine Eiland Olhuveli mit den Hotelstelzenbauten an weißen Stränden über kristallklaren Fluten auftaucht ist der erste Eindruck überwältigend. Die Vorfreude wird so schnell zum großen Inselglück. Klein und unberührt, bedeckt von tropischer Vegetation und umgeben von türkisem wie wohltemperierten Meer, das ist Olhuveli, in das sich das Six Senses Laamu mit seiner ökologisch nachhaltigen Bauweise ganz natürlich einpasst.

Edle Beach- oder Water Villas

Die 27 edlen Beach Villas und 70 Water Villas bieten nicht nur luxuriöseste Ausstattung, sondern auch einen atemberaubenden Meerblick. Von den Strandvillen sind vor allem die Villanummern 89 bis 97 zu empfehlen: sie liegen an der Inselwestseite, die nicht nur den Vorteil der Sonnenuntergänge bietet, sondern auch einen breiten jungfräulich weißen Korallenstrand und (wie alle anderen Villen aber auch) einen direkten Zugang zum Meer. Eigentlich ziehe ich die Beachvillas vor, weil hier inmitten der üppigen Vegetation größte Privatsphäre herrscht. Doch kommen wir durch einen Buchungsausfall auch zwei Tage in den Genuss der (bei den meisten beliebteren) Water Villa. Auch die hat natürlich ihre großen Vorteile, obgleich sich diese Villen wie Perlen entlang dreier Stegen aufreihen. Hier liegen die Villen an Jetty C 69 bis 78 besonders hübsch, weil der Blick von der Terrasse direkt aufs offene Meer geht.

Duschen unter Palmen

Luxuriös ausgestattet sind die Villen jedoch alle vergleichbar. Ein großer Raum mit hoher Decke und riesigen Fensterfronten wird geschickt unterteilt in den Nassbereich mit zwei stilvoll-witzigen Waschbecken, einem Kingsized Bett im Zentrum und einem versenkten Schreibtisch am Fenster, von dem sich der Blick ins Grüne oder aufs blitzblaue Meer öffnet. Hellholzig ist die Möblierung wie auch die Wände – auf natürliche Materialien legt man gemäß des Nachhaltigkeitskonzepts größten Wert. In sämtlichen Zimmerkategorien finden sich Minibar, Kaffeekocher, selbstbereitetes Gratis-Mineralwasser, Klimaanlage, Bose-Boxen mit iPod-Anschluss und DVD-Player, große Flachbildschirme und kostenloses WLan. Eine Besonderheit in den Water Villas ist die gläserne Badewanne, durch die hindurch man die Korallenfische vorbeiziehen sieht. Auch von der Toilette fällt durch ein Bodenfenster der Blick direkt aufs Wasserblau. Besonders sinnlich sind die Regenwasser-Duschen im Freien – der Romantikfilm „Blue Lagoon“ lässt grüßen.
Eine wunderbare Einrichtung des Hauses ist auch der persönliche Butlerservice, die hier sinnigerweise mit GEM abgekürzt werden. Uns umsorgen wechselweise die reizende Irina und Hassan, der todesmutig einen Gast aus den Fluten zieht, als dieser einen unachtsamen Schritt in die falsche Richtung macht.

Barfuß oder mit dem Rad

Gerne wird man von der Villa abgeholt, doch üblicherweise hat der Gast ein Rad zur Verfügung, mit dem er über das Inselchen “düsen” kann, von Villa zum Restaurant, vom Restaurant zum Spa oder zu den sportlichen Einrichtungen. Doch Vorsicht: Linksverkehr!

Tauchem am Hausriff

Freizeittechnisch wird es trotz Kleinheit der Insel nie langweilig. Das Spa bietet eine große Auswahl an Behandlungen an, Yogakurse halten fit, und direkt von Haupthaus aus anzuschwimmen ist das fantastisch intakte und farbenfrohe Hausriff, das nicht nur mit der ganzen bunten Palette an Korallenfischen aufwartet, sondern das auch von einer „Haus“-Karettschildkröte und einem „Haus“-Rochen bewohnt wird, die offensichtlich ganz besonders die abendlichen Rhythmen des DJs lieben.

Fazit

Barfuß im Paradies, könnte die Devise im Resort lauten, das zu 70% von Honeymoonern gebucht wird. Klar, schließlich bekommt man neben allem Luxus sehr viel Privatsphäre geboten.

Freizeit

Wer nicht nur Zeit in der Villa oder einer der unterschiedlichen Restaurants verbringen will, für den gibt es ein reichhaltiges Freizeitprogramm: Allem voran – was Wunder – steht natürlich das Tauch- und Schnorchelerlebnis in der faszinierenden Unterwasserwelt rund um die Insel. Die höchst kompetente und vertrauenswürdige Tauchschule Ocean Dimensions bietet vom Schnupperkurs bis hin zum Tauchschein alles (petra@oceandimensions.com). Unbedingt empfehlenswert ist auch ein Bootsausflug zu den Delphinen, die sich im Atoll tummeln, und ein Dinner auf einer einsam inmitten des Indischen Ozeans gelegenen Sandbank. Unvergesslich das Erlebnis – garantiert!

Six Senses Laamu

Olhuveli Island
10330 Laamu Atoll
Malediven

Tel: +960 680 0800
Fax: +960 680 0801


Beitrag: Thomas Winzker, Fotos: Thomas Winzker, Six Senses Laamu