Sandy Lane Resort

2013-05-17 tobias.stockinger

Karibik klingt nach Luxus. Doch Gipfel dessen, was wirklich Luxus bedeutet, ist das Sandy Lane, legendäre Nobelherberge an der Platin-Küste im Westen von Barbados, dem Traumziel vieler Erholungssuchender. Das Sandy Lane gehört zu den berühmtesten Unterkünften der Karibik, und das hat seinen Preis – für den allerdings auch so einiges geboten wird. Und das hat nicht nur mit einer ungewöhnlichen Celebritäten-Dichte, international, versteht sich, zu tun, sondern mit dem herrlichen Setting am Korallensand inmitten alter Urwaldriesen und Kokospalmen. Nachdem man das stets geschlossen gehaltene Gate passiert hat (nur mit Anmeldung oder Buchung), weiß man spätestens bei der Ankunft in der Hotel-Lobby, womit man es zu tun hat. Denn um sich in der tropischen Hitze abzufrischen, reichen eilfertige Pagen geeiste Frotteetücher für Gesicht und Nacken. Dann wird man aufs Zimmer geführt. Gebucht ist Standard, das so luxuriös und groß und wundervoll ist, dass man meinen könnte, man bezöge die Präsidentensuite. Doch die schaut nochmal ganz anders aus…

Sonderwünsche erwünscht

Interessant ist, dass bei Stammgäste genau registriert ist, was sie für Sonderwünsche haben: wie die Minibar (with compliments auch der Champagner) befüllt sein muss, ob Bettdecke und Matratzen getrennt sein sollen, weich oder hart, die Kissen groß klein wie befüllt. Ob Kinder dabei sind, wofür dann die Eisengitter der Balkons zusätzlich gesichert werden etc. Auch als Gast muss man schon sehr viel im Vorfeld wissen, bevor man hier einzieht, so einfach geht das nicht!

Nicht nur der Jetset fühlt sich hier wohl

1961 wurde das Haus erstmals als Hotel geöffnet, aus weißem Korallenkalkstein erbaut, auf dem Grund einer ehemaligen Plantage. Doch dann entschied man sich Jahrzehnte später, das Haus abzutragen, um es – zeitgemäßer – näher am Wasser wiederzuerrichten. In weiser Voraussicht hatte man nicht die Substanz zerstört, sondern Mauern und Bauteile demontiert, sodass das Haus prachtvoll mit Originalmaterial und auf 112 Zimmer reduziert 2001 wiedereröffnet werden konnte. Seither trifft sich der internationale Jetset hier, führt hier ein luxuriöses leben in Zurückgezogenheit. Man ist eben gerne unter sich. Nicht ganz vielleicht in der Nebensaison, wenn sich die Preis auf ein Drittel reduzieren – was das ganze noch längst nicht zum Schnäppchen verkommen lässt.

Gediegene Atmosphäre

Egal, wo man sich im Hotel aufhält, überall ist alles stets vom Feinsten: die gediegene Bibliothek; das Dinner-Restaurant, das nur von Kerzenlicht erhellt wird; das Bajan Blue, das ab 7 Uhr den ganzen Tag hungrige Bäuche versorgt, der Weinkeller mit fabelhaften 25.000 Flaschen von 200 bis 200.000 US$; die mondäne Monkey-Bar, die zum Cocktail lädt; der Afternoon Tea auf der Terrasse davor. Wo bringt man da noch Zeit zum Baden und Erholen unter?

Raffinierte Zimmerausstattung

Zurück zu den Zimmern. Besonders stolz ist man auf das Spielzeug auf dem Nachttisch, ein Touch-Screen, von dem aus alle Funktionen in den Räumlichkeiten bedient werden können. Niemand soll hier aufstehen müssen, um all die Lichter zu bedienen, die Vorhänge zu öffnen und zu schließen, die Klimaanlage zu variieren oder TV und Radio zu programmieren.
Höchst nobel ausgestattet sind die Bäder, Mahagony und Marmor, was sonst – und alles von höchst gediegenem Geschmack bestimmt. Die Dolphin-Suite wartet gar mit einer freistehenden Badenwanne auf, von der aus der Blick auf Bäume und Meer fällt. Den Blick hat doch sicher schon Elton John oder Gwyneth Paltrow genossen, zwei der wiederkehrenden prominenten Gäste. Oder Popikone Rihanna, deren Heimat ja bekanntlich Barbados ist.

Ein Tempel für die Wellness

Nicht direkt an den Hoteltrakt angeschlossen ist der Bade- und Spabereich. Ihn erreicht man durch den weitläufigen Park zurück Richtung Straße. Inmitten üppigen Grüns liegt die Poollandschaft mit Wasserspielen und allen sonstigen Pi, Pa und Po. Daneben öffnet sich in einem weiten Bereich der Wellness-Tempel – anders möchte und kann man diesen Spabereich nicht nennen. Eine großzügige Freitreppe führt einje Stock in die Tiefe, zu holzgetäfelten Gängen mit gedämpftem Licht zu den einzelnen Behandlungsräumen führt, die häufig einen eigenen kleinen Pool haben. Dort wird, unter der überaus sympathischen und effizienten Regie von Spa-Managerin Tracy, nach erfolgtem Treatment, z. B. das Signatur-Treatment Bajan Indulgence mit einem Peeling aus Rohzucker, Kokosraspel und -öl und anschließender Ganzkörpermassage, ein authetisches Bajan-Menü serviert, also typische Barbados-Küche, wie sautierter Flying Fish und Brotfruchtbaum Wedges. Insgesamt dauert das ganze zweieinhalb Stunde für knapp 300 US$. Das ist im Sandy Lane ein echtes Schnäppchen!

Fazit

Superluxus für Jetset und Prominenz. Wer will kann auch nur ein Treatment im Spa, ein Candlelight-Dinner oder eine Partie Golf buchen. Dann bekommt man auch als non-resident Zutritt zu dem Anwesen.

Freizeit

Im Grunde hat man im Haus alles, was das Herz begehrt: einen herrlichen Strand, eine große Pool- und Spa-Anlage, vier Restaurants von Bajan bis International und Klavierbegleitung beim Essen. Auch Sportereignisse werden übertragen – in der Monkey-Bar. Vom Strand aus kann man jedoch auch noch viele Wassersportarten buchen. Oder eine Turtletour mit einem Glasbodenboot: dann kann man ganz in der Nähe des Hotels Meeresschildkröten beobachten, sie von Hand füttern, oder sich gar von ihnen mitziehen lassen.

Anreise

In 9 bis 10 Stunden ist das Paradies mit Condor zu erreichen, ein Direktflug ab Frankfurt via Tobago/Trinidad, einmal wöchentlich im Sommer, zweimal wöchentlich im Winter.

Sandy Lane Resort

Highway 1
24024 St. James, Sandy Bay
Barbados, Karibik

Tel: +1 246 444 2000
Fax: +1 246 444 2222


Preise:

  • DZ
    ab 250,- €
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Beitrag: Thomas Winzker, Fotos: Susanne Wess, Sandy Lane