Le Meridien Lav

2013-04-11 konrad.haenel

Nur wenige Kilometer vom geschichtsträchtigen Split entfernt liegt die luxuriöse Herberge direkt am (privaten) Strand und weit ab vom Trubel der rumorigen Stadt, die wegen seiner Bedeutung in der Antike durch Kaiser Diocletian architektonisch als ein Rom in Kleinformat gilt.

Doch viele Gäste, die den Luxus des Resorts nutzen, reisen nicht über Land hierher. Vielmehr legen sie hier in ihrer Yacht an, im hoteleigenen Yachthafen Marina direkt am Fuße des aufwändig renovierten mehrstöckigen Hotels mit seiner blendend weißen Fassade und rundumlaufenden Loggien. Über 400 Zimmer und Suiten stehen zur Auswahl, die meisten davon mit Meeresblick, ein knappes Viertel davon mit Blick auf den Park.

Mondänes Publikum

Der Empfang ist sehr freundlich und höchst professionell. Man versteht sich auf das Geschäft mit internationalem Publikum und vielen prominenten Gäste, die hier auch gerne wohnen. Friedensnobelpreisträger Schimon Peres, Dirigent Valeriy Gergiev, Designer Roberto Cavalli, Astronaut Greg Olsen, Sultan Tengku Abdullah Abu Bakar, Schachweltmeister Garry Kasparov, Schauspielstar Ralph Fiennes, Unternehmerin Ivana Trump: Sie alle sollen hier schon einmal die Annehmlichkeiten des Hotels genossen haben. Welch illustre Liste!

Mit Blick auf James Bond Jachten

Unser geschmackvoll modern und in warmen Tönen eingerichtetes Zimmer mit allem nur erdenklichem Komfort (großer Plasma-TV, WLan, Safe, Bad mit separater Dusche, Bademäntel etc.) liegt im Hoteltrakt an der Marina: Der Blick von der breiten Terrasse auf die riesigen James Bond-Yachten unter uns ist wahrlich beeindruckend – ebenso wie später auch der Sonnenuntergang, der den Himmel über dem entfernt liegenden Spilt rosarot und türkisblau färbt.

Internationale und regionale Küche

Wir speisen in einem der Restaurants, die das weitläufige Hotel zu bieten hat. Unsere Wahl fällt auf das exklusive „Spalatum“ – benannt nach Splits altrömischem Namen. Hier kocht Tomislav Nikšić, der in den USA seine mit Preisen ausgezeichneten Erfahrungen gesammelt hat und mit internationalen wie dalmatinischen Gerichten seine Gäste verwöhnt. Besonders stimmungsvoll ist es, auf der weiten Terrasse zu dinieren, umgeben vom Duft der Pinien rund ums Hotel und mit Blick auf die kleine Badebucht. Darauf freuen wir uns schon.

Casino-Glück

Doch jetzt müssen wir erst unser Glück im hoteleigenen Casino auf die Probe stellen: Leider Fehlanzeige: beim Roulette sind wir vom Pech verfolgt, und das anfänglich gewonnene Geld zerrinnt nach weiteren Versuchen. Na, dann wird morgen wenigstens die Sonne scheinen. Das ist schließlich viel entscheidender…

Der Infinity-Pool und das Meer

In den nächsten Tag starten wir mit einem üppigen Frühstück, dass wir aus einem überaus reichhaltigen Büffetangebot zusammenstellen – alles, was das Herz am frühen Tag begehrt, ist im Angebot. Gut gerüstet nehmen wir das Ganztages-Relaxing-Programm „in Angriff“. Die Besichtigung von Split und den Bootsausflug zu den Inseln … das verschieben wir auf die nächsten Tage. Wer weiß, ob die Sonne morgen noch so vom Himmel lacht. Wir platzieren uns auf einer der Sonnenliegen am herrlichen Infinity Pool, der am Horizont mit dem Azurblau des Meeres verschmilzt – obwohl: auch die kleine Bucht mit feinem Kies wäre durchaus sehr reizvoll und einladend. Es ist die Qual der Wahl. Aber ins glasklare Wasser der Bucht hüpfen, das kann man ja immer mal wieder zwischendurch. Mittags genehmigen wir in der Seven Palms Beach Bar gegrillten Fisch, dazu ein Gläschen Weißwein – aus Kroatien, versteht sich. Danach Strandvolleyball, Basketball, Tennis oder Aqua Yoga wie vom Hotelresort angeboten? Nein. Lieber ein kleines Nickerchen – und danach weitermachen mit dem Wohlfühlprogramm. Im 2000 Quadratmeter großen und auf zwei Ebenen gelegenen Diocletian-Spa, wo alles geboten ist, was Erholung und Entspannung schenkt: Finnische Sauna, Whirlpool, Dampfbad, Aroma- und Chromotherapie, Fitnessbereich mit Blick aufs Meer inklusive und auf Vorbestellung unterschiedliche Massagen. Letzteres gönnen wir uns nach diesem ach so „anstrengenden“ Tag.

Champagner zum Ausklang

Vor dem Abendessen verführt uns die sehr stilvoll modern gestaltete Champagner-Bar nahe der Rezeption mit Blick auf die Yachten der Marina auf einen Aperitif. Hier schmieden wir die Pläne für den nächsten Tag. Schließlich sind wir ja den weiten Weg in Dalmatiens Süden nach Split auch der Kultur wegen gekommen. Die Stadt ist die Heimat von Diocletian, letzter Christenverfolger unter den römischen Kaisern. Im Alter ließ er sich hier einen Palast erbauen, der so groß war, dass im Mittelalter schließlich eine ganze Stadt – drinnen wie drumherum – entstanden war. Nirgends sonst als in Split kann man sich noch einen solchen Eindruck machen von römischer Palastbau-Megalomanie – nicht einmal in Rom, im Herzen des römischen Weltreiches. Auch die umliegenden Inseln, die so dicht am Festland liegen, dass das Meer hier fast wie ein See wirkt, sind lohneswerte Exkursionen, vor allem die Insel Brač. Zwei Tage Hotelaufenthalt sollte man also neben Wellness- und Relaxprogramm unbedingt einplanen. Übrigens kann, wer will, die Inseln auch mit eigener Yacht ansteuern, die es ganzjährig im Hotel zu chartern gibt…

Fazit

Das luxuriöse Wohnen in prominenter Umgebung hat seinen – durchaus exklusiven – Preis.

Freizeit

Die Freizeitmöglichkeiten außerhalb des Hotels sind groß. Ein Muss ist die acht Kilometer entfernte Stadt Split (kostenloser Hotelshuttle!) – UNESCO-Weltkulturerbe mit seinem beeindruckenden Diocletianpalast und einer Kathedrale, deren Bausubstanz auf ein antikes Grabmal zurückgeht. Ebenfalls sehr sehenswert ist das 30 Kilometer entfernte reizende antike Städtchen Trogir. Ein schöner Tagesausflug bietet sich auf die nahegelegene Insel Brač an. Hierzu besteigt man das Boot am Hafen von Split.

Le Meridien Lav

Grljevacka 2A
21312 Split
Kroatien

(385)(21) 500500
(385)(21) 500300


Artikel: Thomas Winzker, Fotos: Le Meridien Lav, Blaha