Kempinski Palace Portoroz

2013-04-14 konrad.haenel

Schon der erste Blick auf das Kempinski Palace Hotel entzückt unser Herz: Umgeben von einem französischen Garten mit altem Baumbestand macht dieser altehrwürdige und denkmalgeschützte Fin de siècle-Palast seinem Namen alle Ehre. Nur ein Katzensprung vom Meer entfernt liegt der Prachtbau direkt an der belebten Promenade des Hafenörtchens Portorož. Alles was das Herz begehrt liegt in unmittelbarer Nähe: feiner Sandstrand, eine große Auswahl an Restaurants und Geschäften und – für jene, die ihr Glück versuchen wollen – mehrere Casinos.

Vom österreichischen Architekten Johannes Eustacchio entworfen, eröffnete das Grandhotel 1910 zum ersten Mal seine Pforten. Lange Zeit galt es neben dem Hotel Excelsior in Venedig als das schönste und größte Hotel an der Adriaküste. Das Haus wurde schon zu damaliger Zeit als Wellness-Zentrum geschätzt. Dass es nicht nur Mittelpunkt aristokratischer Kreise Anfang des 20. Jahrhunderts war, zeigt die illustre Gästeliste des Hauses.

Prominente Gäste

Insbesondere in den 1960er Jahren haben sich Berühmtheiten wie Orson Welles, Yul Brunner, Adriano Celentano, Marcello Mastroianni oder Sophia Loren in das Gästebuch eingetragen. Dennoch verfiel das Hotel dann in einen längeren Dornröschenschlaf, bevor es aufwändig renoviert 2008 wiedereröffnet werden konnte.

Palast zwischen Tradition und Moderne

Dass es dem französischen Innenarchitekten Jean-Claude Laville gelungen ist, das Vermächtnis des alten Palace Hotels zu bewahren und stilvoll mit modernen Bauelementen zu verbinden, wird uns schon beim Check-in klar, befindet sich die Rezeption doch an der Schnittstelle zwischen Tradition und Moderne, Alt und Neu. Eine kleine Hausführung, die wir von der freundlichen Hausdame auf neugierige Nachfrage bekommen, führt uns durch verschiedenste Stilepochen: Art Nouveau, Bauhaus, Kubismus und Art Deco bis zur Postmoderne – alles auf behutsame Weise kombiniert.

Blick auf die Meeresbucht

Der historische Teil des Hotels beherbergt 105 Zimmer und Suiten, 78 Zimmern der stylish-moderne Anbau, in dem wir wohnen. Unser Zimmer ist mit all den Bequemlichkeiten ausgestattet, wie sie in einem 5-Sterne-Haus zu erwarten sind: ein geräumiges Bad mit großer Wanne, Extra-Duschkabine und Bademänteln, eine wohlfunktionierende Aircondition, ein LCD-Fernseher mit Pay-TV, Wireless-Lan, Minibar, Telefon etc. Ebenso überzeugt uns das moderne Design des Zimmers – die geschmackvolle Dekoration mit Rosenbildern erinnert daran, dass der Name Portorož ganz romantisch „Hafen der Rosen“ heißt. Einladend wie das Zimmer ist auch die breite Loggia, die man durch bodentiefe Fenster betritt. Von hier aus fällt unser Blick auf die sanft geschwungene Meeresbucht – und auf den eleganten Poolbereich zu unseren Füßen. Die Sonne scheint – also nichts wie hin – in den Tempel der Wellness!

Spa auf zwei Etagen

Das großzügig angelegte „Rose Spa“ – der Name bezieht sich ebenfalls auf den Ortsnamen Portorož – erstreckt sich mit seinen 1500 Quadratmetern auf zwei Etagen: finnische Sauna, Aromadampfbad, Hamam, Jacuzzi, Ruheräume… Eine Besonderheit ist der private Behandlungsraum für Zwei: Hier können Paare gemeinsam die Massagen genießen und im Whirlpool relaxen. Wir nehmen die Gelegenheit wahr und gönnen uns etwas Besonderes: das „Rose Spa Ritual“, eine 90minütige Massage von den Fußspitzen bis zum Scheitel. Die wohltuende Behandlung kombiniert verschiedene Techniken wie Reflexzonen-Massage, balinesische Öl- und hawaiianische Lomi-Lomi-Massage – Highlight unter den angebotenen Anwendungen. Danach fühlen wir uns wie neu geboren – bereit für sie Poolanlage, die aus miteinander verbundenem Innen- und Außenpool besteht. In stilvoller Atmosphäre präsentiert sich auch der weiträumige Outdoor-Relaxbereich mit Liegen rund um den Pool. Wer nach zwei, drei Stunden Ruhe in der Spätnachmittagssonne immer noch nicht entspannt ist, hat selber Schuld!

Sophia Lorens Restaurant

Der Aufenthalt im Tempel der Wellness hat Körper und Geist entspannt – doch den Bauch hungrig gemacht. Wir haben die Wahl zwischen mehreren Restaurants und Bars, und unsere Entscheidung fällt auf das „Sophia“ im Old Palace – benannt nach Sophia Loren, einer der Stargäste der 60er Jahre. Die Speisekarte des à la carte-Restaurants bietet erlesene mediterrane Gerichte und eine reichhaltige Weinauswahl, darunter sehr lohnenswerte Tropfen wie Malvazija und Refosk aus der Region. Am stilvollsten Tafeln aber lässt es sich bereits zur Frühstückszeit: so üppig wie das herrliche Neobarockdekor des historischen Ballsaals „Crystal Hall“ ist auch das Büffet mit seiner riesigen Auswahl an Leckerbissen. Ob unter Kristalllüster und weißem Stuck oder auf der angrenzenden Terrasse mit Meeresblick: Perfekter kann ein Tag nicht beginnen…

Fazit

„Dolce Vita“ im stilvollsten Hotel an Sloweniens Küste, einer Legende am Mittelmeer.

Freizeit

Die Region Piran, zu der Portorož mit seinem Yachthafen gehört, begeistert mit Kunstschätzen und Kulturdenkmälern, traditionellen Bergdörfern sowie jedweden Badespaß am Meer. Und auch Golfspieler kommen nicht zu kurz: Der nächste 18-Loch Golfplatz befindet sich im kroatischen Savudrija, am anderen Ende der Bucht. Das Kempinski Palace bietet Wassersportarten wie Segeln, Jetskifahren oder Surfen an, doch ist auch die kleine Wanderung entlang der Küste zum historischen Hafenstädtchen Piran höchst lohnenswert. Der denkmalgeschützte Ort auf einer kleinen Halbinsel mit seinen engen Gassen, pastellfarbenen bunten Fassaden, dem stimmungsvollen Stadtplatz und ihren vielen Kirchen hat ihren mittelalterlichen Kern erhalten.

Kempinski Palace Portoroz

Obala 45
6320 Portoroz
Slowenien

+386 5692 7000


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Artikel: Thomas Winzker; Fotos: Kempinski Palace