BollAnts im Park

2013-03-05 tobias.stockinger

Zum Wellness-Wochenende im BollAnt’s checken wir im 100 Jahre alten Jugendstil-Kurhaus ein und lassen uns anschließend samt Gepäck in ein Golf-Caddy verfrachten. Der freundliche Empfangsherr fährt uns hinauf zu unserer Heimatlodge, die uns für zwei Tage für unseren ganz privaten Rückzug zur Verfügung steht. Das Haus: ein Traum. Alle Wände sind aus Holz, gefertigt von Schreinern aus der Region. Der untere Raum ist Wohn- und Esszimmer in einem. Dort steht ein gemütliches Bett mit schön arrangierten Kissen und verstellbarem Lattenrost. Aus einem Holzschränkchen in der Wand lässt sich der Fernseher hervorzaubern.

Gefühl der Wärme

Unser Chauffeur zeigt uns, wie wir den Kamin befeuern: Holz und Holzbricketts liegen bereit. Die Küche verfügt über einen Elektroherd, im Kühlschrank lagern Sekt, hauseigener Ro- und Weißwein, Wasser, Säfte und Milch. Es stellt sich ein wohliges Gefühl von Aufgehobensein und Wärme ein. Das liegt auch daran, dass die Einrichtung zum Großteil direkt aus dem Manufaktum-Katalog stammen könnte: die alten Drehlichtschalter, der Teekessel, der alte Kohleherd; Kuh- und Schaffellteppiche tragen ihr übriges zum Lodge-Feeling bei. Das Bad im oberen Stockwerk, wo sich auch das Schlafzimmer befindet, mit Natursteinboden und einer freistehenden Badewanne ist eine Wucht. Wir entscheiden uns für das Abendessen in der Hütte, das der Zimmerservice bringen wird. Am liebsten wollen wir in Homewear auf dem Bett lümmeln und uns zum Essen an unseren eigenen „heimischen“ Tisch setzen. Wir sind dem Hüttenzauber verfallen…

Authentisches Ayurveda

Am nächsten Tag – ein fulminantes Frühstück wird morgens zwischen sechs und acht Uhr von den Hotel-„Heinzelmännchen“ bereitet, während wir noch schlafen – steht Wellness auf dem Programm. Wer in der BollAnt’s Spa ankommt, kann getrost seine Sorgen im Spind einschließen. Das große Behandlungsangebot enthält von authentischem Ayurveda – das BollAnt’s war eines der ersten Kurhotels, das die srilankischen Anwendungen anbot –, über die Vinotherapie Carpe Vino bis hin zu Medical Wellness wie der Felke-Therapie mit Heilerde, die in einer Bad Sobernheimer Grube abgebaut wird. Bekannt ist das BollAnt’s für die Felke-Kur inklusive morgendlichem kalten Bad und Aqua-Aerobic im warmen Außenbecken. Sich den Kalt-Warm-Reizen aussetzen, lautet das inzwischen altbekannte Credo des Pastors Felke, der um die vorletzte Jahrhundertwende die Kur erfand.

Originär: die alten Heilerde-Bäder am Fluss

Wir genießen eine Heilerde-Behandlung im 60-Grad-Rasul-Dampfbad. Anschließend bekommen wir Traubenkernöl mit Citrus-Duft gereicht, das wir in die feuchte Haut einreiben. Nach einer halben Stunde Ruhe in einem der vielen Ruheräume – eine sehr gemütliche Sofa- und Kissenliegewiese – stellen wir fest, dass wir uns innerlich wie äußerlich gereinigt fühlen. Die Heilerde entsäuert und zieht Schlacken aus dem System und wirkt heilend bei Gelenkentzündungen und Hautkrankheiten.

Pflegeprodukte aus der Region

Nicole Prass-Anton bietet täglich „Body&Soul-Circles“. Heute lernen wir chinesische Meridian-Dehnübungen. Am Nachmittag bekomme ich ein angenehmes Traubenkernpeeling. Die Carpe-Vino-Therapie bietet Peelings, Packungen mit Trester und Traubenkern-Butter sowie Massagen. Die hauseigenen Pflegeprodukte werden aus Trauben aus der Region hergestellt. Auch die Harmonie-Massage bekommt meiner Freundin ausgesprochen gut: Auf ihre neurodermitisgeplagte Haut kommt reines Traubenkernöl. Davon nehmen wir noch ein Fläschchen mit – für die Wellness zu Hause.

Fazit

Das Bollants im Park hat für jeden etwas: den Kur-Gast, der fastet, am Frühsport teilnimmt und die Felke-Kur genießt, den Wellnessfan, der sich fernöstlich oder klassisch behandeln lassen, saunieren und entspannen möchte – und dabei auch ein Glas Moselwein nicht verschmäht. Neu sind seit diesem Herbst die Heimat-Lodges: Hütten aus altem Holz mit hohem Kuschelfaktor. Auch für Familien mit kleinen Kindern geeignet.

Felkestraße 154
55566 Bad Sobernheim

Tel: 0049 6751 9393 0
Fax: 0049 6751 9339 269

info@bollants.de
http://www.bollants.de

Beitrag: Stefanie Wehr; Fotos: BollAnts im Park